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Reformatoren in der Schweiz: Zwingli und Calvin

Religiöse Vielfalt und Toleranz prägen die Schweiz. Vielfalt kommt nicht von allein. Sie muss sich entwickeln. Vielleicht haben Sie Lust, während Ihres Urlaubs in einer Ferienwohnung in der Schweiz mal auf Entdeckungstour zu gehen und sich auf die Spuren der wichtigsten Schweizer Reformatoren zu begeben?

Ulrich (Huldrych) Zwingli und Johannes (Jean) Calvin dürften wohl als diejenigen Theologen gelten, die die evangelische Tradition in der Schweiz begründeten und festigten, wobei Zwingli so wichtig für die deutschsprachige Schweiz ist wie Calvin für die französischsprachige.
Nach dem Beginn der Reformation 1517 in Wittenberg kamen die lutherischen, reformatorischen Ideen schnell in der Schweiz an, sei es durch Schriften, Flugblätter oder Reisende (z.B. Studenten).

Ein neuer Zugang zum christlichen Glauben, die Heilige Schrift in der Landessprache, neue Gottesdienstformen - das gehörte zu den neuen evangelischen Überzeugungen. Zwingli und Calvin griffen die Wittenberger Ideen auf und setzten sich begeistert dafür ein. Zwingli opferte sogar sein Leben dafür. Blicken wir doch kurz in die interessante Biografie der beiden und vor allem auf ihre Wirkungsstätten, die höchst attraktiv für Touristen sind.

Ulrich (Huldrych) Zwingli (1484 - 1531)

Ulrich Zwingli stammte aus einer Bauernfamilie und wurde in Wildhaus im Kanton St. Gallen geboren. Er studierte Theologie in Basel und wurde 1506 Priester. Seine ersten Stationen als Priester waren Glarus (1506 - 1516) und Einsiedeln (1516 - 1519). 1519 kam er als Priester an das Großmünster von Zürich. In der Stadt an der Limmat verbrachte er den Rest seines Lebens. Schon ab 1519 predigte er im reformierten Sinn. Er übernahm die lutherischen Ideen, besonders eifrig sprach er sich gegen das Fasten aus. Viele Bürger übernahmen seine Überzeugungen.

So beschlossen die Regierenden der Stadt schon 1523, dass Zürich offiziell die Reformation annehmen sollte. 1524 heiratete Ulrich Zwingli Anna Reinhart. Sie bekamen vier Kinder. Von 1524 bis 1525 arbeitete Zwingli an seiner Übersetzung der Bibel ins Deutsche, der "Zürcher Bibel". Nicht alle Kantone der Schweiz übernahmen die Reformation, einige blieben katholisch. Bis heute herrscht deshalb eine entsprechende Vielfalt. 1531 kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen diversen katholischen und reformierten Kantonen. Ulrich Zwingli nahm an der "Schlacht bei Kappel" teil - natürlich auf reformierter Seite! - und wurde dort getötet.

Video: 500 Jahre Reformation – Wie die Schweiz gespalten wurde

Spaziergang durch Zürich mit Ulrich Zwingli

Das romanische Großmünster, an dem Ulrich Zwingli wirkte, ist heute Wahrzeichen von Zürich. Das prachtvolle Bauwerk ist innen sehr einfach gehalten mit Kanzel und Taufstein - dies entspricht der reformierten Überzeugung, die gegen "Bilder" (also bildliche Darstellungen in Kirchen) war. Die Reformierten sind in diesem Punkt deutlich strikter als die Lutheraner. 1524 entfernten die überzeugten Reformierten die Altarbilder aus dem Großmünster. Aber es ist als Gotteshaus mit relativ neuen bunten Glasfenstern geschmückt unbedingt einen Besuch wert und unübertrefflich schön! Ein großes Zwingli-Denkmal steht am Limmatquai. Es wurde 1885 aufgestellt.

Zwei wichtige Zwingli-Gedenkstätten

In der kleinen Gemeinde Wildhaus, heute heißt sie Wildhaus-Alt St. Johann und hat rund 1.200 Einwohner, können Sie Zwinglis Geburtshaus besuchen. Es ist ein hölzernes Bauernhaus aus dem 15. Jahrhundert, das natürlich im Lauf der Zeit auch umgebaut wurde. Seit 1900 dient es als Museum. Und dann wäre da noch das ehemalige Schlachtfeld bei Kappel, wo Zwingli starb. Dort befindet sich ein Gedenkstein. Ein Grab existiert nicht. Zwinglis Leichnam wurde nach seinem Tod von den Gegnern verbrannt, und die Asche wurde zerstreut.

Johannes (Jean) Calvin (1509 - 1564)

Der Reformator Calvin - eine Generation jünger als die "ursprünglichen" Reformatoren wie etwa Luther und Zwingli - war Franzose. Er wurde in Noyon in der Picardie (nördlich von Paris) geboren. Erst 1535 kam er nach Genf - und zwar als Glaubensflüchtling. Zahlreiche französische Protestanten entkamen der Verfolgung in ihrer Heimat und siedelten sich im französischsprachigen Genf an. Die Stadt war bereits seit 1534 evangelisch. Calvin arbeitete nach seinen ersten Genfer Jahren ab 1539 in Straßburg als Pfarrer und Professor und heiratete dort eine Witwe namens Idelette de Bure. 1541 kehrte er mit seiner Familie nach Genf zurück und wirkte in der Folgezeit an der wichtigen neuen Kirchenordnung mit. So wurde Genf "calvinistisch". Bis zu seinem Tod lebte Calvin in Genf.

Spaziergang durch Genf mit Johannes Calvin

Die gotische Kathedrale in Genf wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Hier wirkte Calvin viele Jahre lang als Prediger. Er gründete zudem im Jahr 1559 die Universität von Genf. In Genf können Sie einen spannenden Stadtrundgang auf Calvins Spuren unternehmen: Er ist ausgeschildert: "Auf den Spuren der Reformation". Sie gelangen von der Kathedrale aus zum Maison Mallet in der Innenstadt. Dort ist das "Internationale Museum der Reformation" eingerichtet. In der Nähe der Universität finden Sie ein beeindruckendes Kunstwerk, das "Internationale Reformationsdenkmal", das 1909, zum 400. Geburtstag Calvins, geplant und 1917, zum 400. Reformationsjubiläum, eingeweiht wurde. Es handelt sich um eine ca. 100 m lange Skulpturenwand mit Statuen wichtiger Reformatoren. 

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