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Kurze Geschichte der Eidgenossenschaft

Ihr Urlaub in einem Schweizer Ferienhaus ist gebucht und nun werden Sie bestimmt häufig dem Begriff „Eidgenossen“ begegnen. Sie werden sich vielleicht fragen, was es mit der Eidgenossenschaft auf sich hat und wofür sie steht. Warum nennt man die Schweizer auch Eidgenossen?

In diesem Beitrag bekommen Sie Antworten auf diese Fragen und erfahren viel Wissenswertes über die Geschichte Ihres Urlaubslandes.

CH steht für Confoederatio Helvetica

Genossen zeichnen sich in den verschiedenen  Lebensbereichen dadurch aus, dass sie mit anderen Mitstreitern gemeinsame Ziele und Erfahrungen teilen. Sie helfen sich gegenseitig und können sich aufeinander verlassen. Das waren auch Idee und Ziel der Gründer der Eidgenossenschaft. Die Eidgenossen bekräftigen ihre Genossenschaft mit einem Schwur, sie leisteten einen Eid, der sie zu den gegenseitig getroffenen Aussagen verpflichtet - bei ihrem Namen und zu Willen Gottes. So ist auch heute noch der offizielle Name der Schweiz eigentlich „Schweizerische Eidgenossenschaft“ und das Länderkürzel „CH“ steht für „Confoederatio Helvetica“, der lateinischen Bezeichnung für die Schweizerische Eidgenossenschaft.

Sie werden während Ihres Urlaubs in der so vielseitigen Schweiz heute noch auf Schweizer Münzen und Briefmarken das Wort „HELVETIA“ entdecken. Doch wie und warum hat sich die Schweizer Eidgenossenschaft gebildet und wo kommt dann der Name „Schweiz“ her?

Die Anfänge der Schweizer Eidgenossenschaft

Jedes Jahr am 1. August gedenken die Schweizer mit dem Nationalfeiertag dem sogenannten „Rütlischwur“, welcher Anfang August 1291 als Gründung der Eidgenossenschaft auf dem Rütli gilt. Es war nach dem Tod von Rudolfs von Habsburg, welcher bis dahin zum Missfallen der Schweizer die Kontrolle über die Zentral- und die Ostschweiz besaß.

Es erfolgte 1291 ein Zusammenschluss der drei Waldstätte Schwyz, Uri und Unterwalden, um sich im „Ewigen Bund“ ihre Freiheiten zu bewahren und sich gegenseitig zu helfen. Aus dem damaligen Hauptort Schwyz ist der heutige Name Schweiz zurückzuführen. Die Innerschweizer führten einige Kriege, um die Macht der Feudalherren des Mittellandes zu brechen und sich weiter in der Schweiz auszudehnen.

Ein Tipp: Besuchen Sie während Ihres Urlaubs in der Schweiz die Rütliwiese. Während diese gar nicht so spektakulär ist, so lohnt sich die Anreise mit dem Schiff besonders. Steigen Sie zum Beispiel in Luzern auf einen Raddampfer und genießen Sie die wundervolle, vorbeiziehende Landschaft, bis der See in den sogenannten Urnersee abzweigt. Das ist jener Teil, der in den Kanton Uri ragt. Hier wird bereits am Anfang mit einem goldfarbenen Stein Friedrich Schiller, dem Dichter Wilhelm Tells, gedacht. Sie können Ihr Bootsreise unterbrechen und zur Rütliwiese spazieren oder diese vom Schiff aus sehen. Verschiedene Stationen aus Tells Leben, wie beispielsweise die Tellskapelle lassen diesen Ausflug in das Herz der Schweiz unvergesslich werden.

Die Eidgenossenschaft wächst an – der Bund der 8 Kantone

Es war der Wunsch der Eidgenossen, ihre Macht und Freiheiten auf weitere Städte und Talschaften auszudehnen. So folgten bald andere Kantone und schlossen sich den Eidgenossen an:

  • Luzern 1332
  • Zürich 1351
  • Glarus 1352
  • Zug 1352
  • Bern 1353

Durch die nun 8 Kantone der Eidgenossenschaft wuchs die Macht und politische Bedeutung des Zusammenschlusses weiter an. Auch die Akzeptanz des Bundes bei europäischen Höfen stieg an.

Video: Die Geschichte der (neutralen) Schweiz

Krieg gegen Kaiser Maximilian der Erste

Das Bündnis der Eidgenossen war Ende des 15. Jahrhunderts Kaiser Maximilian der Erste ein Dorn im Auge und er wollte die Eidgenossen durch Krieg (im Schwabenkrieg) wieder unter seine Herrschaft zwingen. Dieser Versuch endete mit einer schweren Niederlage des Kaisers und endete 1499 im Frieden zu Basel. Immer mehr Kantone schlossen sich nun den Eidgenossen an. Solothurn und Freiburg, Basel und Schaffhausen sowie später auch Appenzell. Inzwischen war die Eidgenossenschaft auf 13 Kantone angewachsen. Dazu kamen zugewanderte Orte, wie zum Beispiel das Wallis und die Drei Bünde. Auch Monarchien schlossen sich den Eidgenossen an, so die Grafschaft Neuenburg oder die Fürstabtei St. Gallen. Einige Eroberungen zur weiteren Ausbreitung wurden als „Gemeine Herrschaft“ bezeichnet, zum Beispiel Thurgau und das Tessin.

Demokratie und Religionsfreiheit

Es folgten noch viele Kriege und Auseinandersetzungen, auch unter den Kantonen. Durch die eingeleitete Reformation (1519) durch Ulrich Zwingli entstanden zwischen den unterschiedlichen Konfessionsgruppen erhebliche Spannungen. Es folgten Kriege, zuerst der Erste und Zweite Kappelerkrieg bis 1531 und später 1656 und 1712 die Villmergerkriege.

Im völkerrechtlichen Vertrag „Defensionale von Will“, beschloss die Eidgenossenschaft 1647 aufgrund der Wirren und Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) immerwährende bewaffnete Neutralität.

Auch die Französische Revolution zeigte ihre Auswirkungen auf die Schweiz und führte zur Besetzung des Bistums Basel durch Frankreich. Durch den Untergang von Napoleon kam es in der schweizerischen Bundesversammlung 1813 zur Abwahl der Mediationsakte. Die andauernde Neutralität der Schweiz wurde unter der Schirmherrschaft des Wiener Kongresses anerkannt. Es wurde 1815 ein neuer Bund zwischen 22 Kantonen geschlossen. 12 dieser Kantone bauten nach 1830 nach demokratischen Gesichtspunkten ihre Verfassung aus.

Einen Sonderbund dagegen schlossen die anderen Kantone, welcher jedoch in einem 26-tägigen Krieg (Sonderbundskrieg) 1847 niedergeschlagen wurde. Es war der letzte Krieg auf dem Boden der Schweiz. Danach, 1848, wurde die Schweiz mit der Bundesverfassung in einen modernen Bundesstaat umgewandelt. Dabei wurde auch die Religionsfreiheit festgelegt, sodass Minderheiten ihre eigene Kultur behalten und ihre Traditionen pflegen dürfen.

Neutralität und Eigenständigkeit der Schweiz heute

Aus den geschichtlichen Ereignissen und den Bemühungen der Eidgenossen lässt sich erkennen, dass die Schweizer großen Wert auf ihre Neutralität und Eigenständigkeit legen. Heute ist die schweizerische Eidgenossenschaft ein Bundesstaat mit 8,6 Mio. Einwohnern und sie besteht aus 26 Kantonen. Zur Wahrung der Neutralität ist die Schweiz weder Mitglied in der Europäischen Union noch in der NATO.

Die einzelnen Kantone üben eine große Eigenständigkeit bzw. eine Teilsouveränität aus, sowie auch die Schweizer Bürgerinnen und Bürger auf die Politik der Schweiz einen großen Einfluss haben. Sie können an Wahlen teilnehmen sowie über Gesetze und die Arbeit der Regierung mitbestimmen. In der Regierung sind die wichtigsten Parteien vertreten, eine „echte Opposition“ gibt es nicht in der Schweiz. Aus den Regierungsmitgliedern wird jährlich die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident neu gewählt.

Falls Sie die Möglichkeit haben, von Ihrem Ferienhaus in der Schweiz aus verschiedene Landesteile zu besuchen, werden Sie rasch feststellen, dass nicht nur die Sprachen, sondern auch die Kultur in den einzelnen Regionen des Landes unterschiedlich sind. Nichtsdestotrotz leben die Eidgenossen friedlich zusammen und fühlen sich alle, unabhängig der Geschichte Ihrer Region, als Schweizer.

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