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Von Sbrinz, Mutschli und 450 ganz anderen Sorten

Neben den attraktiven Ferienhäusern in der Schweiz, versteht die kleine Alpenrepublik auch mit kulinarischen Köstlichkeiten Genießer und ihre Gaumen zu verwöhnen: Mit echtem Schweizer Käse! Traditionell mit viel handwerklichem Geschick hergestellt, sind unterschiedliche Käsesorten je nach Region im Laufe von hunderten Jahren kreiert worden. 

Heiß, kalt, schnittfest, cremig, mild oder würzig – Schweizer Käse ist eine echte Bereicherung unter allen Lebensmitteln. Sorten gibt es mindestens 450, nach oben sind durch ständig neue Rezepturen keine Grenzen gesetzt. 

Schweizer Käse Sortiment das begeistert 

Die Auswahl ist sehr groß, sodass wir uns auf die bekanntesten Sorten beschränken müssen. Dies soll jedoch keine Aufforderung sein, Ihre Experimentierfreudigkeit beim Schweizer Käse auszubremsen. Planen Sie einen Urlaub in der schönen Schweiz? Verpassen Sie keinesfalls, regionale Käsespezialitäten selbst zu kosten. Vielleicht haben Sie sogar auf einer Bergwanderung Gelegenheit, einem Käser über die Schulter zu schauen und gleich vor Ort besten Schweizer Alpkäse zu probieren. Auch gibt es die Möglichkeit, inmitten der traumhaften Bergwelt Käse günstig zu kaufen. Nicht nur der Käser, auch seine Kühe werden sich über Ihren Besuch freuen. Haben Sie diese Möglichkeit nicht, dann finden Sie eine riesige Käseauswahl in Supermärkten, in Käsespezialitätengeschäften, in kleinen Dorfläden oder auf Märkten. 

Aber welche Käsesorten sind die bekanntesten?

Der „King“ Emmentaler AOP 

Seinen Ursprung hat dieser Käse schon im 13. Jahrhundert im Kanton Bern. Typisch sind die Löcher in dem Käse, welche bei der Reifung entstehen. Hergestellt aus unbehandelter Milch, welche gesunde und gut genährte Kühe zur Käseproduktion liefern. Auf dem Speiseplan der Kühe stehen Heu und Gras. Futter aus dem Silo wird von den verantwortungsbewussten Milchbauern abgelehnt, ebenso gentechnische und sonstige Zusatzstoffe. Es gibt ihn in verschiedenen Reifegraden, von mild-nussig bis hin zu sehr würzigem Emmentaler. Wer es würzig mag, wird von dem 12 Monate Höhlengereiften begeistert sein. Die Größe von so einem Käselaib kann wirklich enorm sein. Mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter und einem Schwergewicht bis 120 kg zählt dieser Käse nicht zu den Leichtgewichten. Geeignet ist er für die warme und kalte Küche gleichermaßen.

Der Alpkäse in vielen Variationen 

Im Sommer wird, wie bereits erwähnt, Alpkäse vor Ort produziert. Bei diesem Schweizer Käse sind viele unterschiedliche Charaktere durch Rezepturen und Herstellung zu schmecken. Ein jeder Alpkäser hat ein traditionelles und eigenes Rezept – also unbedingt mehr als einen Alpkäse probieren. Hartkäse, Frischkäse und Mutschli sollte sich kein Käseliebhaber entgehen lassen! Einfluss auf den Geschmack nehmen beispielsweise auch die regional unterschiedlichen Alpenkräuter, welche für die Kühe als Futter dienen.

Der würzige Sbrinz AOP  

Diese Käsesorte aus der Innerschweiz wird nur in bestimmten Käsereien produziert, dieses nach einer Tradition, die schon seit hunderten Jahren von Bestand ist. Nach zwei Jahren Reifung in der Ursprungsregion, entwickelt sich ein exzellenter Käse aus Rohmilch, Salz und Lab – selbstverständlich frei von Zusatzstoffen! Gegessen wird dieser aromatische Hartkäse gehobelt, in kleine Brocken zerteilt (Möckli), in feine Scheiben gehobelt oder als Reibekäse zum Überbacken genutzt. Also ein köstlicher Allrounder!

Le Gruyère AOP aus dem Kanton Freiburg 

Eine Käseplatte oder ein Käsefondue ohne den Hartkäse Le Gruyère AOP ist nicht nur für den Käseliebhaber aus der Schweiz schwer vorstellbar. In der Westschweiz von Dorfkäsereien hergestellt, gibt es hier eine Besonderheit. Die Käselaibe müssen während der monatelangen Zeit des Reifens öfters gewendet werden, dazu mit Salzwasser abgewaschen werden. Diese Prozedur führt zu einer gewollten Schmiere, welche eine Reifung bis in das Innere begünstigt. Die Milch stammt von Kühen, die sich ausgewogen und gesund von Weidegras und Heu ernähren.

Weich und verführerisch – der Raclette Suisse® 

Einst wurde dieser aromatische Käse als Bratchäs bezeichnet. Klosterschriften aus Ob- und Nidwalden wollen sogar belegen, das Wilhelm Tell im 13. Jahrhundert Geschmack an dieser Sorte fand. Dass Schillers Tell wahrscheinlich nie wirklich gelebt hat, spielt dabei kaum eine Rolle. Fakt ist: Der Käse ist seit Jahrhunderten bekannt und äußerst beliebt. Aroma bekommt er durch Kräuter, die auch Futter für die Milchkühe sind. Ein leckeres Raclette ohne diesen Käse würde mit Sicherheit nicht gelingen. Über Feuer erhitzt, lässt er sich heute noch wie einst wunderbar auf ein Brot oder Brötchen abstreifen, lecker in Kombination mit einem geräucherten Schinken. 

Noch ein kleiner Nachschlag mit aromatischen Schweizer Käse gefällig? Hier noch ein paar Sorten, bei denen Ihnen bestimmt das Wasser im Mund automatisch zusammenläuft:

  • L’Etivaz AOP – Hartkäse in den Sommermonaten produziert in den Waadtländer Alpen, hergestellt über offenem Holzfeuer, nur echt mit Brandzeichen.
  • Bündner Bergkäse – aus dem Kanton Graubünden, produziert in Sennereien in 1.000 m Höhe, mildes bis würziges Aroma.
  • Tête de Moine AOP – aus naturbelassener Milch, Reifung auf Tannenholzbrettern, 800-jährige Schweizer Spezialität. Auch als Mönchskäse bekannt.
  • SWIZZROCKER® - neue Käsesorte seit 2015, mit Logo traditionell in Handarbeit, kraftvolles Aroma.
  • Appenzeller® - meistgekaufte Käse in Deutschlands aus dem Kanton Appenzell, wird mehrfach mit einer geheimen Kräutersulz aus Kräuter, Blüten, Samen und Rinden eingerieben.

Video: Schweizer Käseherstellung - Welt der Wunder

AOP – wofür steht diese Bezeichnung bei den Käsesorten aus der Schweiz? 

AOP steht für Appellation d’Origine Protégée. Es handelt sich hier um eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Diese wird nur erteilt, wenn die hohen Qualitätsanforderungen erfüllt werden. Alle Anforderungen sind in einem Pflichtheft aufgelistet. Ein Garant für Naturreinheit, Spitzenqualität und Produktsicherheit, was sich im Geschmack deutlich widerspiegelt.

Aber auch Käsesorten ohne diese Auszeichnung zu probieren lohnt sich. So produziert manch ein Bergbauer oder eine Alpgenossenschaft erstklassigen Käse, der aufgrund geringer Menge nicht in die großen Verkaufsläden gelangt. Er wird direkt im Hoflädeli angeboten oder im Dorfladen, der in der Schweiz meist Volg heißt, verkauft. Entdecken Sie an einem Bauernhaus ein Schild „Hier Käseverkauf“, scheuen Sie sich nicht zu klingeln. Neben hervorragendem Käse dürfen Sie sich auf einen Schwatz mit der Bauernfamilie freuen und vielleicht sogar einen Blick in den Stall werfen. 

Genießen Sie den Schweizer Käse unbedingt, wenn Sie in einem Ferienhaus in der Schweiz Ihre Seele baumeln lassen, denn direkt vom Produzenten bekommen Sie ihn nur in der Schweiz. Achten Sie jedoch auf eine gute Kühlung. Ein paar Weintrauben dazu und ein Glas Wein, schon stellt sich echtes Schweizer Ferienfeeling ein. Guten Appetit! Oder wie die Eidgenossen sagen: En Guete!

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