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Wie Mövenpick zu seinem Namen kam

Mövenpick, wird das nicht mit „w“ geschrieben und was bedeutet der Name eigentlich? Wir haben uns auf die Suche gemacht nach interessanten Fakten rund um eine der begehrtesten und erfolgreichsten Schweizer Marken.

Wenn Sie ein Ferienhaus in der Schweiz mieten und im Urlaub das kleine Land erkunden, werden Sie immer wieder auf den Namen Mövenpick stoßen. 

Made in Switzerland – die Erfolgsstory von Mövenpick  

Was wie aus einem Hollywoodfilm klingt, ist eine wahre Geschichte. Ein junger Mann, der sein Studium nicht beendet und danach bei einer Behörde arbeitet, kommt auf eine geniale Idee: Er gründet eine Firma für Fastfood, hat riesigen Erfolg damit. Seine Firma wird zur weltbekannten Marke. Der Chef kümmert sich viele Jahre um die große Firma, dann zieht er sich zurück und stirbt in hohem Alter. Diese Geschichte klingt ziemlich "amerikanisch", finden Sie nicht auch? Aber sie spielte nicht in den USA, sondern in der Schweiz! Der Mann, der den Konzern Mövenpick erfand, war Schweizer, hieß Ueli Prager und lebte von 1916 bis 2011.

Ueli Prager erfindet seine Marke

Ueli Prager war, was das Hotel- und Gastgewerbe betrifft, schon ein bisschen "erblich vorbelastet". Er wurde in eine Hoteliers Familie hineingeboren. Sein Studium an der Universität Zürich brach er 1940 ab. Von 1940 bis 1944 arbeitete er für die Schweizerische Hoteltreuhandgesellschaft. 1948 eröffnete er sein erstes Restaurant in Zürich. Er hatte Erfolg und konnte bald in der Schweiz weitere Restaurants gründen. Was ihm noch fehlte, war ein Markenname, der sympathisch klingen sollte und den sich die Kundschaft merken konnte.  

Die Firmenlegende besagt, dass Prager und der befreundete Architekt, der sein erstes Restaurant gestaltete, eines Tages einen Spaziergang am Zürichsee machten. Eine Möwe pickte Brot aus der Hand des Architekten. "Die Möwe pickte" - das war es! Ueli Prager erfand für seine Firma den Namen "Mövenpick" - und gleich auch noch das Firmenmotto: "Im Flug". Das sollte andeuten, dass in der Firma von Prager schnell und kundenfreundlich gearbeitet wird. Aber warum wird "Möwe" im Konzernnamen eigentlich mit "v" und nicht ganz normal mit "w" geschrieben? Prager meinte, dass das schlanke "v" in dem Wort "Mövenpick" besser aussähe als das dicke "w". Besser und schneller - ein Symbol für die flinke Bedienung in den Restaurants. "So schnell wie eine Möwe pickt!" war und ist das Motto des heute weltbekannten Unternehmens.

Mövenpick - Restaurants, Hotels und mehr

Ueli Prager setzte in seiner Firma auf hohe Qualität, dabei aber auch auf Zwanglosigkeit. Seine Restaurants sollten einladend wirken und nicht durch eine übertrieben vornehme Gestaltung einen Teil der Kundschaft abschrecken. Sie sollten für alle offen sein, ganztägig, auch für Zwischenmahlzeiten, wie amerikanische Fastfood-Restaurants. Die amerikanischen Fastfood-Restaurants lernte Prager bei einer Reise in die USA selbst kennen, und er verwirklichte dieses Konzept zu einer Zeit, als die Mitteleuropäer von McDonalds oder Burger King noch nichts gehört hatten. 1963 eröffnete er das erste Restaurant in München. Er erzielte hohe Umsätze und konnte viele weitere Restaurants gründen. Und er hatte internationale Erfolge mit seinem Konzept, weit über Mitteleuropa hinaus. Im Laufe der Zeit entstanden Mövenpick-Restaurants beispielsweise in Ägypten, China und Neuseeland.  

Mövenpick Glace – das müssen Sie probieren!

1972 kam erstmals das bis heute berühmte und beliebte Mövenpick-Eis auf den Markt. Es gibt typisch Schweizerisches, das Ihnen während Ihres Urlaubs in einem Ferienhaus in der Schweiz bestimmt begegnen wird. Dazu gehört auf jeden Fall ein leckeres Mövenpick Glace. Den Begriff „Glace“ sollten Sie sich gleich merken, denn so wird in der Alpenrepublik Eiscreme bezeichnet. Vor allem Touristen aus Deutschland und Österreich machen oft die erste Begegnung mit der leckeren Süßigkeit, wenn sie einen Eiskaffee bestellen. Diesen kennt man nämlich in der Schweiz nicht so, wie er zu Hause üblich ist. Dagegen wird Kaffeeglace serviert. Im Restaurant liebevoll mit Rahm (Schlagsahne) dekoriert. Auch im Supermarkt gibt es das beliebte Mövenpick Eis in vielen Sorten, eine köstlicher als die andere.  

Es gibt nicht nur einen Grund, warum Mövenpick Glace so erfolgreich ist, sondern viele, die zusammen ein echtes Erfolgsrezept darstellen: geheime Zutaten, alle hochwertig und natürlich, kreiert und hergestellt mit Leidenschaft, Sorgfalt und Freude und einer großen Portion Alpine Spirit. Die Hauptzutat stammte von Anfang an von wunderschönen und liebenswerten Lieferantinnen – von Kühen, die auf saftigen Weiden grasen dürfen.  

Die Fortführung der Familientradition  

Ab 1973 konnte Ueli Prager die Familientradition fortführen, indem er sein erstes Hotel eröffnete. Es befindet sich in der Nähe des Züricher Flughafens. Viele weitere Hotelgründungen folgten. Extra für Reisende kam die Fastfood-Kette "Cindy" ab 1971 dazu. Die "Cindy"-Restaurants wurden auf Flughäfen, in Bahnhöfen und in Autobahn-Raststätten eingerichtet. Ueli Prager hatte immer wieder neue Gastronomie-Ideen: Er erfand die Weinkeller "Caves Mövenpick" sowie die Fastfood-Restaurant-Kette "Silberkugel". Die Gäste freuten sich darüber.

Mövenpick heute

Ueli Prager zog sich 1992, im Alter von 76 Jahren, aus seiner Firma zurück und ging in den wohlverdienten Ruhestand. Er verkaufte damals die Aktienmehrheit am Mövenpick-Konzern, die er bis dahin noch besessen hatte. Zu seiner Enttäuschung war keines seiner sechs Kinder bereit, in den Konzern einzusteigen. So verbrachte Ueli Prager noch Jahre im Ruhestand. Bis zu seinem Tod 2011 lebte er abwechselnd in England und in seinem Schloss im Engadin. Seit dem Jahr 2000 ist Mövenpick eine Holdinggesellschaft mit verschiedenen Bereichen: Die ungefähr 80 Hotels und Resorts des Konzern verteilen sich auf 23 Länder. Zur Marke "Marché International" gehören die Marché-Restaurants, die Mövenpick-Restaurants, die Weinkeller und die "Cindy's"-Fastfood-Restaurants. Das berühmte Mövenpick-Eis wurde im Jahr 2003 von der Firma Nestlé übernommen, die für die gleichbleibend hohe Qualität des Markenprodukts sorgt. Und dann wäre da noch die Marke "Mövenpick Fine Foods". Das sind hochwertige Lebensmittel, die von renommierten Firmen hergestellt werden. Erwähnt seien Konfitüre, Kaffee-Spezialitäten und Schokolade.

Die Produkte von Mövenpick sind übrigens beliebte Mitbringsel aus dem Urlaub für sich selbst und für die Lieben daheim.

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